Eye on Time – Zeit und Raum im »DHM«

eine Fotoausstellung im Deutschen Historischen Museum

 



Eye on Time – Zeit und Raum»klick«

ein Nachtrag vom 21.12.07

Wir waren heute zu zweit in dieser Ausstellung und die einzigen Besucher. Es ist wieder ein Beispiel dafür, dass ein englischsprachiger und gleichzeitig das Imaginationsvermögen ansprechender Titel wie »Eye on Time« zwar wunderbar klingt aber vielleicht nicht unbedingt »motiviert«. Das wäre schade, denn die Ausstellung der Fotografien von Michael Ruetz vermittelt wunderbare Einsichten in die Veränderungen des Berliner Stadtbildes in den letzten 18 Jahren. Ursprung des sich in der Ausstellung eindeutig darstellenden Konzepts ist eine sehr schöne fotografische Aufnahme des Gendarmenmarktes aus dem Jahre 1966. Wusstest Du, dass die beiden Dome damals noch als Ruinen in einer »Naturwildnis« standen? Es war gut, dass wir zu zweit waren. Ständig verglichen wir die architektonischen Einzelheiten auf den Bildern und tauschten Erkenntnisse und auch persönliche Erinnerungen aus …

Ortskundeprüfungen.

Michael Ruetz bezeichnet die Fotoreihen jeweils als »Timescapes« und beschriftet sie klar und verständlich, auch mit einem gewissen sprachlichen Witz, wie z.B. sein –

Timescape 350
Schlossplatz, Berlin, 6 Bilder, 1992 – 2007

Der Schlossplatz hieß eine Weile Marx-Engels-Platz.
Der nach Ulbrichts Tod erbaute Palast der Republik wird seit 2006 abgerissen.
Als Vorgriff auf die Zukunft, die zugleich ein Rückgriff ins Vergangene ist,
wurde 1999 kurz das Stadtschloss sichtbar, einstweilen noch als Stoffattrappe.
Auch dieses Schloss ist ein Symbol. Für was, kann keiner sagen.

Besonders gefielen uns tatsächlich die Timescapes 2040 und 162 von der Entstehung des »PEI-Baus« und der Gestaltung des »Pariser Platzes« und darin wiederum besonders die erste Fotografie, eine Abendaufnahme des Brandenburger Tores vom 4. 2.1991. Ganz einsam steht es da – ohne Quadriga.

Abstand senkrecht 600


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