»Kites« – 2D in 3D-conversion of a still life

»Drachen«, ein gemaltes Stillleben, natürlich zweidimensional, auf Leinwand

Das Bild scheint mir gut geeignet, die 2D in 3D-Übertragung zu üben. Und Übung ist hier echt erforderlich. Zuerst kommt es auf die persönliche Vorstellung der möglichen »räumlichen« Tiefenschichten an, bzw. auf eine diesbezügliche ganz neue Wahrnehmung des Bildgefüges. Was ist davor, was dahinter? Welche räumliche Tiefe ist noch logisch wahrnehmbar und vor allem auch darstellbar, ohne das Bild zu »zerreißen« oder aber die gefürchteten, für viele anaglyphen Bilder typischen, geisterhaften Doppellinien hervorzurufen …

So wird also Tiefenschicht um Tiefenschicht des gesamten Motivs genau bestimmt – in Photoshop ausgewählt, mit einer weichen Auswahlkante (5-20 Pixel) versehen und in einem jeweils eigenen Grauton eingefärbt, Weiß für die vorderste Schicht, Schwarz für die »entfernteste«, alle anderen nach »Entfernung« geordnet grautonig dazwischen. Die Einfärbung geschieht in Photoshop auf einer zweiten Ebene über dem eigentlichen Bild und so entsteht schließlich eine vollständig ausgefüllte »Tiefenkarte« (depth map).

Nun beginnt es, nach all der Mühsal des Auswählens, spannend zu werden und es macht richtig Spaß, zwischendurch immer wieder die Rot-Grün-Brille aufzusetzen und die zunehmenden räumlichen Auswirkungen der folgenden Maßnahmen zu überprüfen:

Wir nutzen von Tiefenschicht zu Tiefenschicht die Technik der Auswahl eines ganzen Farbbereiches (hier also eines einzelnen Grau-Tones), zuerst also immer in der Ebene unserer Tiefenkarte, aktivieren dann aber jeweils durch einen Klick unsere Bildebene – die Auswahl gilt dann dort –, aktivieren als unmittelbar nächsten Schritt stets in der Kanäle-Palette den ROT-KANAL – und rufen anschließend den Filter / Sonstige Filter / Verschiebungseffekt auf. Hier geben wir nun für jede ausgewählte Tiefenschicht einen Wert für die horizontale Verschiebung ein, die eben nur den Inhalt des Rot-Kanals betrifft. Ansteigende positive Verscheibungswerte erzeugen auf diesem Wege ein »Näherkommen«, – negative »ein sich Entfernen« der jeweiligen Tiefenschicht, bzw. ihres gegenständlichen Inhalts. In der beigefügten Map sind die hier im Beispiel verwendeten Werte eingetragen. Das Ankreuzfeld »Kantenpixel wiederholen«, des Filter-Dialogs bleibt stets aktiv! (s. Bild des Filterdialogs):

Nach erfolgter Verschiebung innerhalb des roten Farbkanals aktiviere ich stets in der Kanäle-Palette »RGB« insgesamt, um die 3D-Wirkung zu überprüfen. Überrascht … ??!!

Du bemerkst natürlich auch, dass ich das Bild vor der eigentlichen 2D zu 3D-Konvertierung in ein Schwarz-Weiß-Bild umgewandelt habe. Dazu benutze ich in der Regel den Photoshop »Kanalmixer«. Das Bild bleibt auf jeden Fall im RGB-Modus!!! Warum diese Umwandlung? Nun, das Stillleben enthält ein sehr intensives Rot. Ein solches Bild direkt in eine »farbige« Anaglyphe umzuwandeln, ruft infolge der Rot-Grün-Filterung für unsere Augen extreme Irritationen hervor. Eventuell weiterführende Diskussionen bezüglich dieser Problematik findest Du im Internet, z.B. auch bei Swell 3D.

➢ 2D zu 3D-Umwandlung eines Landschaftsdetails

➢ siehe auch »mein Avatar in 3D anaglyph«

➢ siehe auch ein Beispiel bei Swell 3D

2D zu 3D Conversionen von DanD3Dman, einfach perfekt!!!

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