2D in 3D-Übertragung eines gemalten Bildes

Abstand 20 Pixel

ursprünglich eine Ölmalerei –
aus der Zweidimensionalität in die Dreidimensionalität überführt …
(3D-Glasses requiered)

Vor rund vierzig Jahren habe ich auf dem Gelände einer Walfang-Station bei Tromsø, in Norwegen, ein »Stillleben – Walfleisch« fotografiert, natürlich in Schwarz-Weiß zur Weiterbearbeitung im entsprechenden Labor. Rund fünfzehn Jahre später fiel mir das Foto wieder in die Hände. Ich drehte es aus der ehemals horizontalen Ansicht ins Hochformat, sah es plötzlich als gute formale (nicht inhaltliche) Vorlage an und begann eine aufwändige Übung in farbiger Ölmalerei, wobei das zunehmend abstrahierte Motiv auf der ca. 18 x 24 cm großen Fotografie in eine ca. 1 x 2 m große Bildfläche übertragen wurde. Das fertig gemalte Bild hat längst einen Liebhaber gefunden. Mir selbst fehlt es inzwischen, wie das häufig der Fall ist, doch glücklicherweise ist mir im Archiv ein Dia verblieben …

Da kommt mir nun, nach so vielen Jahren die digitale Computertechnik zu Hilfe und ich beginne, mich noch einmal mit diesem Bild zu beschäftigen: Zuerst der Scan, dann kleine Farbkorrekturen, bis es wieder dem erinnerten Originalzustand zumindest ähnlich sieht und nun sogar die 2D in 3D-Umwandlung, eine ganz neue Möglichkeit, ein ganz neuer visueller Reiz – dank Photoshop™!

das Originalbild als Scan

Die 2D in 3D-Conversion wird im Internet hinlänglich beschrieben und ich selbst habe es hier im Blog auch schon das eine oder andere Mal mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad ausprobiert und die Vorgehensweise dargestellt.

Da das hier aufgeführte Beispiel recht komplex ist, es handelt sich letztlich innerhalb des Bild-Raumes um insgesamt 21 Tiefenschichten, die als solche von mir definiert und mit einem speziellen Grauton versehen wurden, lege ich hier wieder die Tiefen-Karte bei. Dieses Mal befindet sich an ihrem linken Rand eine Skala der Grautöne von Weiß als »ganz vorn« bis Schwarz als »hinten bzw. fern«. Die neutralen Grautöne, im RGB-Modus erzeugt, sind hier zusätzlich durch einen numerischen Wert definiert – die Zahl, die für R & G & B jeweils eingegeben werden muss.

Die weißen Ziffern betreffen die horizontale Verschiebung nach rechts im Photoshop-Filter »Verschiebungseffekt«, bei aktivierter Option »Kantenpixel« wiederholen. Dieser Filter wird, wie schon an anderer Stelle beschrieben nur in der Hintergrundebene und nur im aktivierten Rot-Kanal für jeden einzelnen ausgewählten grauen »Farbbereich« angewendet, – insgesamt also in diesem Bild genau zwanzigmal. Die einzelnen »Auswahlen« werden von mir mit einer weichen Auswahlkante zwischen 5 und 20 Pixeln versehen, um die Ränder der einzelnen Tiefenschichten eher ineinander übergehen zu lassen. Für den Versatz gleich 0 müssen wir natürlich keinen Filter einsetzen. Diese Tiefenschicht entspricht der ursprünglichen Bildebene. Sie befindet sich kompositorisch gesehen auch auf der Rahmenhöhe.

Ein Rat erscheint mir sinnvoll, um die Orientierung innerhalb der Tiefenschichten nicht zu verlieren und um das Füllen der ausgewählten Bildteile mit einem speziellen Grauton zu erleichtern. Halte parallel zu Deinem evtl. eigenen Vorhaben einer entsprechenden Conversion eine Bild-Datei mit einer Grauwertskala geöffnet. Es geht dann wirklich alles schneller.

Download eines Graukeils als PDF-Datei

Da unsere Augen waagerecht angeordnet sind, orientieren wir uns bezüglich eines Davor oder Dahinter auch in der Waagerechten, bezogen auf ein Rechts und ein Links … dem wiederum entsprechend nutzen wir in unserem Photoshop-Filter eine »horizontale« Verschiebung. Das Ganze hat zur Konsequenz, dass ich mein anaglyphes Hochformat nicht einfach um 90 Grad nach rechts drehen kann, um die schöne 3D-Wirkung nun auch im Querformat betrachten zu können. Sie ist dann völlig verschwunden. Drehe ich das Bild zurück, ist sie wieder wahrnehmbar. Ein schönes Beispiel für die Grundlage unseres räumlichen Sehens.

Also wiederhole ich meine Umwandlung noch einmal für ein Querformat und komme somit schließlich wieder zu meinem Bild aus der Walfangstation zurück. Es hat sich natürlich sehr verändert – infolge einer gewissen Abstraktion, infolge meiner Maltechnik, infolge einer veränderten Farbgebung, infolge der nun erfolgten 2D in 3D-Umwandlung, infolge eines Spiels mit der Wahrnehmung … ähnlich einer künstlerischen Passage …

die erfolgte 2D zu 3D-Umwandlung im Querformat

das Originalfoto (1969)

➢ »Kites« – 2D in 3D-conversion of a still

➢ 2D zu 3D Conversionen von DanD3Dman, einfach perfekt!

Pfeil senkrecht nach obenAbstand senkrecht 600 2


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