teiltransparente Stereokarten – visuelle Effekte

abstand-20-pixelpalais-de-tuileries-aufsichtim »Palais des Tuileries«, Paris, Stereokarte (undatiert) – in der Aufsicht betrachtet

… offensichtlich eine alte Stereokarte, die Teilbilder mit einem schönen ornamentalen Rahmen versehen, extra geprägt – der Inhalt eine Historie, denn das Palais des Tuileries wurde 1871 beim Aufstand der Pariser Kommune zerstört.

Diese Karte birgt nun eine Besonderheit. Ihre Teilbilder sind mit einer zarten Kolorierung unterlegt – in der Aufsicht nicht wahrnehmbar – doch schiebst Du sie in ein geschlossenes Brewster-Stereoskop, so dass das Licht nur durch die Milchglasscheibe des Gerätes und somit auch nur von hinten durch die Karte scheint, bekommt das so betrachtete Stereobild die Lichtstimmung eines Innenraumes, zusätzlich noch dadurch unterstützt, das jede »Kerzenflamme« der Deckenleuchter mit einer ganz feinen Nadel durchstochen wurde und somit »hell« brennt (s.a.vergrößertes Teilbild).
Was für ein Aufwand! Man stelle sich vor, das tat man für jede einzelne angebotene Stereokarte derartiger Motive. Diese Technik wurde übrigens in einer wahrhaft faszinierenden Form bzw. mit einer entsprechenden Wirkung auch auf die Bilder der Guckkästen und Perspektivtheater angewandt, die uns Werner Nekes in seiner Sammlung zeigt.

palais-des-tuileries-durchsichtim »Palais des Tuileries«, Paris, Stereokarte (undatiert) – in der Durchsicht betrachtet

palais-des-tuileriesim »Palais des Tuileries«, Paris, Stereokarten-Teilbild

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