Workflow 3D mit dem GraphicConverter

… von der MPO-Datei zur anaglyphen Darstellung

Bisher nutzte ich den GraphicConverter™ vor allem bei Problemen des Öffnens spezieller Bilddateien, also immer dann, wenn Photoshop™ streikte. Er wird auch schon seit langem gern als das Schweizer Taschenmesser für die Bildbearbeitung bezeichnet und tatsächlich ständig weiter entwickelt. Auf der englischsprachigen Website von Lemke Soft fand ich neulich den Satz »You can open, edit and save common 3D image formats like MPO, JPS and PNS.« – (in der deutschen Version konnte ich ihn nicht finden) und wurde neugierig, zumal ich noch über eine andere Quelle von dem neuen Foto-Korrektur-Plugin »Xe847« für Photoshop™ und GraphicConverter™ erfuhr, welches etwas futuristisch anmutet aber wunderbar intuitiv angewendet werden kann. In der aktuellen Version des Programms sind im Menu »Filter« sowohl »Xe847« als auch »Pure Carbon«, ein Plugin für die Umwandlung einer Farbfotografie in Schwarz-Weiß, bereits enthalten und können zusammen für knapp 15,- € freigeschaltet werden.
So entstand in der Folge dann dieser Workflow:

1. Die originale MPO-Datei des Fotos, aufgenommen mit der Fujifilm-Finepix-Real-3D-W1 Kamera,
hier geöffnet im GraphicConverter

(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

2. Die MPO-Datei wird in ein Stereo-Bildpaar konvertiert.
Da die Teilbilder (links und rechts) vorerst vertauscht vorliegen (X-View),
werden sie in einem zweiten Schritt der Anwendung des »Effekts 3D« noch einmal getauscht (Parallel-View).

(zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken)

3. Es erfolgt nun eine Bildkorrektur beider Teilbilder unter Einsatz des Filters Xe847.
Meine Fujifilm-Finepix-Real-3D-W1-Kamera zeigt in ihren Ergebnissen im linken Teilbild
einen leicht erhöhten Magenta-Anteil. Meist reduziere ich diesen Anteil
mit dem Photoshop-Farbbalance-Werkzeug um den Wert +5, also in Richtung Grün.

das Fenster des Filters Xe847

(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

eine Beschreibung der Wirkungsweise des Filter – (Quelle Xe847 WebsiteLemke Soft)

4. Ich persönlich mag die farbigen Anaglyphen nicht sonderlich.
Deshalb benutze ich hier im Anschluss noch den Filter »Pure Carbon«,
um die beiden stereoskopischen Teilbilder in ein ansprechendes Schwarz-Weiß umzuwandeln.
Natürlich verbleiben die Bilder im Modus RGB.

(ein Klick auf das Bild führt zu einer vergrößerten Darstellung der beiden Teilbilder)

Wie nun die beiden stereografischen Teilbilder zu einer historisch anmutenden HolmesCard gestaltet, bzw. in eine anaglyphe Darstellung des Motivs umgewandelt werden können, habe ich schon an anderer Stelle beschrieben (siehe Links). Das nun folgende Ergebnis  kann auch in einer vergrößerten Darstellung in der Galerie meiner anaglyphen Bilder betrachtet werden.

➢ Herstellung eines Anaglyph-Stereobildes 1 (mit Photoshop Vollversion)

➢ Anaglyph-Stereofotografie mit Adobe Photoshop – Elements™

➢ Stereokarten mit dem »Anaglyph-Workshop«

➢ Montage von Stereokarten

Abstand senkrecht 600


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